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Ambulanter Pflegedienst

Renate Scheel

Schweizer Straße 70

72336 Balingen

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Wissenwertes

 

Pflegestufen Leistungen ab 2015
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Pflegestufe 0

Auch die "Pflegestufe 0" verlangt einen Bedarf an Grundpflege, er muss aber nicht das für "Pflegestufe 1" erforderliche Maß erreichen. Soweit also überhaupt Leistungen der Grundpflege erbracht werden reicht das aus, wenn die besonderen Voraussetzungen vorliegen. D. h. eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz kurz EAK muß vorhanden sein.

Pflegegeld: 123,- €, Pflegesachleistung: 231,- €

Pflegestufe I

Erhebliche Pflegebedürftigkeit"

Täglich müssen mindestens 90 Minuten lang Hilfe geleistet werden und davon müssen mindestens 46 Minuten auf mindestens zwei Verrichtungen der Grundpflege entfallen.

Beispiel:
Eine Person lebt im eigenen Haushalt und benötigt Hilfe bei der Körperpflege (waschen des Intimbereichs und Unterkörper) und beim Ankleiden. Das Auskleiden abends geht, wenn auch mühsam, alleine. Einmal wöchentlich benötigt sie Hilfe beim Baden bzw. Duschen. Außerdem kommt drei Mal in der Woche ein Angehöriger und bringt Essen oder bereitet eine Mahlzeit, kauft ein und macht weitere Hausarbeiten.
Die Voraussetzungen für die Pflegestufe I dürften erfüllt sein.

ohne EAK: Pflegegeld: 244,- €, Pflegesachleistung: 468,- €

mit    EAK: Pflegegeld: 316,- €, Pflegesachleistung: 689.- €

Pflegestufe II
"Schwerpflegebedürftigkeit"
Täglich müssen durchschnittlich mindestens drei Stunden lang Hilfe geleistet werden und davon müssen mindestens zwei Stunden auf die Grundpflege entfallen. Täglich muss die grundpflegerische Hilfe zu drei verschiedenen Zeiten benötigt werden. Hauswirtschaftliche Hilfe muss mehrmals in der Woche nötig sein.

Beispiel:
Bei einem Ehepaar ist die Frau Pflegebedürftig, sie benötigt Anleitung beim Waschen des Unterkörpers, Oberkörpers, Gesicht und der Hände. Teilweise muss die Pflegeperson diese Verrichtungen übernehmen, außerdem benötigt sie Hilfe bei der Zahnpflege, Kämmen, und beim An- und Auskleiden. Mundgerecht vorbereitete Mahlzeiten kann sie ohne Hilfe einnehmen aber zum Trinken muss sie immer wieder aufgefordert werden und die Getränke müssen eingeschenkt werden. Die Hauswirtschaft und abendliche Versorgung übernimmt der Ehemann, morgens kommt ein Pflegedienst.
Die Voraussetzungen für Pflegestufe II dürften erfüllt sein.

Pflegegeld: 458,- €, Pflegesachleistung: 1144,- €

Pflegestufe III
"Schwerstpflegebedürftigkeit"
Bei der Pflegestufe III müssen durchschnittlich fünf Stunden lang Hilfe geleistet werden und davon müssen mindestens vier Stunden auf die Grundpflege entfallen. Der konkrete Hilfebedarf muss auch nachts gegeben sein (rund um die Uhr).

Pflegegeld: 728,- €, Pflegesachleistung: 1612,- €

Falls der Pflegeaufwand das Maß der Pflegestufe III übersteigt, handelt es sich um einen sogenannten Härtefall. Hier tritt dann die Härtefallregelung in Kraft.

Pflegesachleistung: 1995,- €

Voraussetzungen für einen Härtefall im ambulanten Bereich? Informationen einblenden

  • Ist bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität ein Hilfebedarf von mindestens 6 Stunden täglich erforderlich?
  • Benötigt er davon mindestens 3-mal Hilfestellungen in der Nacht?
  • Kann die Grundpflege auch des Nachts nur von mehreren Pflegekräften gemeinsam, also zeitgleich erbracht werden?
  • Ist bei der Grundpflege des Nachts durch mehrere Pflegekräfte wenigstens bei einer Verrichtung tagsüber und des Nachts neben einer professionellen Pflegekraft mindestens eine weitere Pflegeperson, die nicht bei einem Pflegedienst beschäftigt sein muss, z. B. ein Angehöriger, erforderlich?
  • Besteht ein ständiger Hilfebedarf bei der hauswirtschaftlichen Versorgung?

Wenn Sie mindestens 3 der im Test aufgeführten Bedingungen mit „ja“ beantworten können, sollte man überprüfen lassen, ob der Pflegebedürftige als Härtefall anerkannt wird.

Übersicht Zeitkorridore und Inhalt der Leistung Informationen einblenden

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Übersicht Zeitkorridore und Inhalt der Leistung (40 KB)

Testfragen zur Feststellung der erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz ( § 45 SGB XI ) Informationen einblenden

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Testfragen (26 KB)

Pflegetagebuch Informationen einblenden

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Muster Pflegetagebuch

Kombination von Geld und Sachleistung Informationen einblenden

Bei Wahl der Kombinationsleistung werden die nicht verbrauchten Geldleistungen prozentual nach dem Verhältnis zwischen dem Höchstbetrag der Sachleistung und dem tatsächlich in Anspruch genommenen Betrag (Verbrauch) berechnet. Entsprechend diesem Verhältnis wird das Pflegegeld (verbleibende Geldleistung) anteilig ausbezahlt.

Die gesetzlich definierten Verrichtungen im Rahmen der Pflegeeinstufung (§ 14 Abs. 4 SGB XI) Informationen einblenden

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definierte Verrichtungen SGB XI

Beratungsbesuch n. § 37 SGB XI Informationen einblenden

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10 goldene Regeln für den MDK-Besuch Informationen einblenden

1. Sie sind auf den Besuch vorbereitet.
Der Begutachtungstermin ist trotz aller Routine mit Anspannung verbunden. Machen Sie sich Notizen, wie das Verhalten des Pflegebedürftigen Ihre Hilfestellungen beeinflusst, z. B. regelmäßiges Verlassen des Bades während der Pflege und Zurückführen. So stellen Sie sicher, dass Sie nichts vergessen, was sich im Nachhinein als wichtig herausstellt.

2. Eine Checkliste ist oft übersichtlicher als Notizen.
Wenn Sie befürchten, dass Sie in der Begutachtungssituation mit Ihren Notizen nicht zurechtkommen, machen Sie sich eine Checkliste mit Stichpunkten!
Haken Sie alles ab, was Sie bereits gesagt haben. Prüfen Sie am Ende der Begutachtung noch einmal, ob Sie alle Punkte erwähnt haben.

3. Die Bezugspflegekraft steht dem Gutachter für Fragen und Erläuterungen zur Verfügung.
Die Begutachtung sollte immer von der Bezugspflegekraft, die mit der Pflegesituation am besten vertraut ist, begleitet werden.

4. Die notwendigen Unterlagen liegen vollständig vor.
Medizinische Befunde sind zwar nicht ausschlaggebend für die Pflegestufe, können dem Gutachter aber Anhaltspunkte liefern und im Zweifelsfall als Begründung für aufwändigere pflegerische Maßnahmen dienen. Auch Unterlagen über Hilfsmittel, Krankengymnastik und Ergotherapie sollten Sie bereitlegen.

5. Ein Vordruck für ein kurzes Protokoll nach dem Besuch liegt bereit.
Damit Sie sich auch nach Wochen noch an Einzelheiten des Begutachtungstermins erinnern, sollten Sie direkt nach dem Besuch des Gutachters ein kurzes Protokoll erstellen. Dazu gehören z. B. Dauer des Besuches, Umfang der Untersuchung.  Achten Sie auch darauf, ob alle zur Verfügung gestellten Unterlagen eingesehen wurden und wie der Kunde / Bewohner befragt und untersucht wurde. Sie können in Ihrem Protokoll auch persönliche Eindrücke festhalten, z. B.: „Ich hatte den Eindruck, dass der Gutachter es sehr eilig hatte, er schaute dauernd auf die Uhr.“ Diese kleinen Informationen können im Falle eines notwendigen Widerspruchs sehr hilfreich sein.

6. Übertreiben Sie nicht.
Geben Sie dem Gutachter so umfangreich und präzise wie möglich Auskunft. Übertreibungen oder zu intensive Darstellungen sollten Sie jedoch vermeiden.

7. Weisen Sie auf die Neigung zur Dissimulation (Bagatellisierung) des Pflegebedürftigen hin.
Pflegebedürftige möchten ihren Hilfebedarf verständlicherweise gegenüber einem Fremden nicht immer eingestehen. Bagatellisiert der Pflegebedürftige seinen Hilfebedarf, reden Sie mit dem Gutachter – in Abwesenheit des Pflegebedürftigen – offen über dieses konkrete Problem.

8. Sagen Sie, wenn der Alltag anders aussieht.
Nicht an jedem Tag ist der Pflegebedürftige gleichermaßen gut in Form. Wenn der Gutachter am Tag seines Besuches einen Eindruck vom Pflegebedürftigen gewonnen hat, der nicht dem allgemeinen Alltag entspricht, teilen Sie ihm dies anhand konkreter Beispiele mit, z. B.: „Mein(e) Mann / Frau versteht heute zwar die Anweisung und setzt sie unmittelbar um, i. d. R. vergisst er Gesagtes aber sofort wieder.“

9. Bleiben Sie grundsätzlich sachlich.
Dies gilt für das Gespräch mit dem Gutachter ebenso wie für das Gespräch mit dem Pflegebedürftigen, wenn z. B. ein Widerspruchsverfahren ansteht.

10. Unterschreiben Sie nichts!
Füllen Sie keinerlei vom Gutachter vorgelegte Vordrucke über die Einschätzung des Pflegebedarfes aus. Unterschreiben Sie solche Vordrucke niemals!

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